Malteser gedachten der Opfer der Love-Parade 2010
Bewegende Gedenkfeier zum Jahrestag des Unglücks
Rund 7.000 Menschen nahmen am Sonntag an der Gedenkfeier für die Opfer der Loveparade in Duisburg teil. Darunter auch 150 Malteser Einsatzkräfte aus vielen Diözesen Deutschlands, die vor einem Jahr während der Love-Parade in Duisburg im Einsatz waren. Mit dabei auch 13 Malteser aus Bottrop.
Der Essener Weihbischof Franz Grave und die Vizepräses der evangelischen Kirche im Rheinland, Petra Bosse-Huber, eröffneten die Gedenkfeier mit ergreifenden Worten. „Auch viele Angehörige der Polizei und der Hilfsorganisationen tragen die Bilder und Gefühle der Katastrophe noch mit sich und müssen mit diesem belastenden Erlebnis umgehen“ so die Vizepräses. Sie dankte stellvertretend für die Opfer und deren Familien den Rettungskräften für ihre hervorragende Arbeit.
Während die Namen der 21 Toten verlesen wurden, legte Alexander Beicht, Malteser aus Bottrop und am 24.07.2010 als Rettungshelfer im Tunnel im Einsatz, zusammen mit 20 weiteren Sanitätskräften symbolisch für jeden Toten eine Sonnenblume auf dem Rasen nieder.
Nach einer Schweigeminute sang auf besonderen Wunsch der Angehörigen „Der Graf“, Sänger der Band „Unheilig“ sein Lied „Geboren um zu Leben“. Ein Lied das, wie es schien, für diesen Augenblick komponiert wurde und das alle 7.000 Teilnehmer, aus Achtung vor den Toten, stehend auf sich wirken ließen.
Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen bat in ihrer Fürbitte: „Wir bitten für alle, die Fehler gemacht haben, dass sie die Kraft finden, diese einzugestehen und um Vergebung zu bitten. Es braucht Wahrheit, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit, damit Trost und Versöhnung eine Chance haben.“
Eine Love-Parade Besucherin, die schwer verletzt wurde, und ein Sanitäter brachen in Tränen aus, als sie von ihren Erlebnissen berichteten. Und auch viele der Besucher der Gedenkfeier konnten bei diesen Worten ihre Tränen nicht zurückhalten.
Die furchtbaren Ereignisse des 24. Juli 2010 habe sich in das kollektive Gedächtnis Duisburgs eingebrannt, so Gabriella Grillo, die im Namen der Bürger der Stadt sprach.
Wir Malteser fühlen uns mit den Angehörigen der Opfer verbunden.






