September 2009,

Gründerin der Stiftung „Csilla von Boeselager „ (1941-1994)

In Budapest geboren, nach Venezuela geflohen, gründete Csilla von Fényes 1973 mit Dr. Wolfhard von Boeselager in Deutschland eine Familie mit 2 Töchtern und einem Pflegesohn. Als im Sommer 1989 der Strom der DDR-Flüchtlinge über Budapest hereinbrach, ergriff Csilla spontan die Initiative: Unter ihrer Leitung und in Kooperation mit Msgr. Imre Kozma bauten deutsche und ungarische Malteser Zeltlager für über 30.000 Flüchtlinge auf. Auch die  Bottroper Malteser Gerd Lückenotte und Michael te Heesen  meldeten sich zum freiwilligen Einsatz in den Flüchtlingslagern in Budapest und halfen, die Versorgung der DDR-Flüchtlinge sicherzustellen.
Gleichzeitig informierte und beruhigte Csilla täglich die Weltpresse, führte Gespräche hinter den diplomatischen Kulissen und trug so wesentlich zur friedlichen Öffnung des "Eisernen Vorhangs" bei.
Im Sommer 1989 organisierte Csilla von Boeselager die Versorgung und Unterbringung von mehr als 30.000 Flüchtlingen aus der DDR in Budapest. Sie wurde Schnittpunkt zwischen nationalen Medien, den DDR-Flüchtlingen, der deutschen Botschaft und der ungarischen Politik.
Csilla wurde in ganz Europa bekannt. Mehrere Staaten, NGOs, Kirchen und die EU ehrten sie mit Preisen, z.B. dem Europäischen Preis für Menschenrechte, dem Bundesverdienstkreuz am Bande, der St.-Liborius-Medaille für Einheit und Frieden in Europa, Erste Preisträgerin des Deutschen Preises Frauen für Europa, dem Verdienstkreuz der Republik Ungarn, uvm.

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